Seelhorst

Namensgebend für den Stadtteil Seelhorst im Stadtbezirk Döhren-Wülfel ist der Wald, der auch gleichzeitig die nord- und südöstliche Grenze bildet.

Der Seelhorster Wald ist durchzogen von Gräben und kleinen Bächen.
Der Seelhorster Wald ist durchzogen von Gräben und kleinen Bächen.

Der Name leitet sich aus dem Wort Sehl für eine morastige Gegend oder Wasserloch und Horst für ein kleines Waldstück ab. Noch heute tritt an zwei Stellen Wasser aus dem Boden und verleiht dem Wald einen zum Teil morastigen Untergrund. Durchzogen von Wegen bietet der Seelhorster Wald in der Leibniz-Stadt Hannover ausreichende Möglichkeiten zum Joggen, Radfahren oder Spazierengehen. Auch der botanisch oder zoologisch Interessierte findet hier viel zum Schauen und Beobachten.

Ein großer Teil des Seelhorster Waldes in der Leibniz-Stadt Hannover ist ein Naturwald.
Ein großer Teil des Seelhorster Waldes in der Leibniz-Stadt Hannover ist ein Naturwald.

Bis ins 19 Jh. diente der Wald der Holzgewinnung und der Mast von Schweinen. Erwähnt wurde der Wald etwa 1480 zum ersten Mal in einer Beschreibung der Güter des Zisterzienserklosters Marienrode. Die südliche Grenze des Stadtteils Seelhorst ist die Garkenburgstraße, diese ist Teil des alten Weges von Döhren nach Celle. Zu Beginn der 1820er wurden erste Behausungen für Waldarbeiter und –aufseher errichtet. Das erste richtige Gebäude wurde ca. 1852 vom Bauherrn Werner von Grävemeyer errichtet und diente als Jagdhaus. Kurz darauf wurde das Gebäude in eine Waldwirtschaft umfunktioniert. Einer der prominentesten Besucher war Hermann Löns, der immer wieder auf seinen Wanderungen hier einkehrte.

Das Jagdhaus nach Plänen von Laves erbaut.
Das Jagdhaus nach Plänen von Laves erbaut.

Seit 2005 wird das Jagdhaus von Joachim Stern betrieben, der ein gastronomisches Kleinod in der Leibniz-Stadt Hannover geschaffen hat. Hier wird gehobene Küche geboten, die man im Ambiente des von Laves entworfenen Hauses genießen kann. Zusätzlich ist dem Restaurant ein Biergarten angeschlossen, der mit zu den schönsten Biergärten in der Leibniz-Stadt Hannover zählt. Nach einem ausgedehnten Spaziergang lässt es sich hier vortrefflich unter dem alten Baumbestand verweilen, um die Speisen zu genießen.

Der Biergarten am Jagdhaus im Seelhorster Wald. Copyright: Dieter Bohlen
Der Biergarten am Jagdhaus im Seelhorster Wald. Copyright: Dieter Bohlen

Ein weiterer Teil wird als Kleine Seelhorst bezeichnet. Hier wurde ab 1938 eine Munitionsanstalt errichtet und zu Zwecken der Tarnung wurde das Gelände mit Pappeln bepflanzt. Nach dem Krieg nutzte es erst die britische Armee und danach die Bundeswehr. In den 1990ern wurden die alten Gebäude abgerissen und das Gebiet renaturiert. Einzelne Fundamente und Bunkerreste sind immer noch zu entdecken.

Im Stadtteil Seelhorst leben heute etwa 3.600 Menschen. Geprägt ist die Bebauung des Stadtteils durch die Bahntrassen und Schnellwege, wodurch keine geschlossene Besiedlung möglich ist. Eine typische Einfamilienhausbebauung bestimmt das Bild am Hohen Weg,

Typische Einfamilienhausbebauung im Stadtteil Seelhorst. Copyright: Dieter Bohlen
Typische Einfamilienhausbebauung im Stadtteil Seelhorst. Copyright: Dieter Bohlen

während das Gebiet um den Seelhorster Garten eher mit anspruchsvolleren Neubauten bebaut ist.

Direkt am kleinen Waldsee gelegen wirkt die Bebauung wie eine Oase. Etwas weiter in Richtung des Südschnellweges hat das Gebäude des Zeitungsverlages Madsack seine Heimat gefunden. Ein weiteres großes Gebiet des Stadtteils wird als Friedhof genutzt. Der Seelhorster Stadtfriedhof ist mit ca. 70ha der größte Stadtfriedhof der Leibniz-Stadt Hannover und immer einen Besuch wert.

Blick von der Grävemeyerstraße auf den Stadtfriedhof Seelhorst. Hier ein Blick auf den Friedwald. Copyright: Dieter Bohlen
Blick von der Grävemeyerstraße auf den Stadtfriedhof Seelhorst. Hier ein Blick auf den Friedwald. Copyright: Dieter Bohlen

Der Stadtteil ist verkehrsgünstig an das Nah- und Fernverkehrsnetz der Leibniz-Stadt Hannover angebunden und bietet somit alle Möglichkeiten, sowohl den öffentlichen Nahverkehr als auch alle weiteren Verkehrsmittel zu nutzen.

Blick auf den Messe den Messeschnellweg in Richtung Hannover-Messe. Rechts die Kleine Seelhorst und auf der linken Seite der Seelhorster Wald. Copyright: Dieter Bohlen
Blick auf den Messe den Messeschnellweg in Richtung Hannover-Messe. Rechts die Kleine Seelhorst und auf der linken Seite der Seelhorster Wald. Copyright: Dieter Bohlen


Die Karte zeigt die Leibniz-Stadt Hannover. Abgedunkelt ist der Stadtteil Seelhorst.
Die Karte zeigt die Leibniz-Stadt Hannover. Abgedunkelt ist der Stadtteil Seelhorst.

Weitere Eindrücke zu "Seelhorst":

Blick auf den kleinen Waldsee am Seelhorster Garten. Copyright: Dieter Mosbach-Bohlen
Blick auf den kleinen Waldsee am Seelhorster Garten. Copyright: Dieter Mosbach-Bohlen
Kleingartenkolonie zwischen dem Seelhorster Friedhof und der Kleinen Seelhorst. Copyright: Dieter Mosbach-Bohlen
Kleingartenkolonie zwischen dem Seelhorster Friedhof und der Kleinen Seelhorst. Copyright: Dieter Mosbach-Bohlen
Spielplatz im Seelhorster Wald. Copyright: Dieter Mosbach-Bohlen
Spielplatz im Seelhorster Wald. Copyright: Dieter Mosbach-Bohlen
Die Garkenburgstraße als Grenze zwischen den Stadtteilen Seelhorst und Mittelfeld. Copyright: Dieter Mosbach-Bohlen
Die Garkenburgstraße als Grenze zwischen den Stadtteilen Seelhorst und Mittelfeld. Copyright: Dieter Mosbach-Bohlen
Das Alte Jagdhaus in Seelhorst. Copyright: Dieter Mosbach-Bohlen
Das Alte Jagdhaus in Seelhorst. Copyright: Dieter Mosbach-Bohlen


Artikel "Seelhorst" (Artikel-ID: 297) wurde geschrieben am 13.6.2014, zuletzt geändert am 18.7.2014, Autor: Dieter Bohlen