Berggarten

Nördlich des Großen Gartens befindet sich einer der ältesten botanischen Gärten Deutschlands, der Berggarten der Leibniz-Stadt Hannover. Der Garten wurde 1666 für den Gemüseanbau des Hofes auf einem abgetragenen Sandberg angelegt.

Kleine Orientierungshilfe Copyright Dieter Bohlen
Kleine Orientierungshilfe Copyright Dieter Bohlen
 

Das erste Gewächshaus für exotische Pflanzen entstand 1686 und es wurden zahlreiche Versuche zur Ansiedlung verschiedener Pflanzen unternommen. Die Zucht von Tabak und Maulbeerbäumen glückte, so dass ab ca. 1706 auch die Seidenraupen der Königlichen Seidenraupenmanufaktur mit Maulbeerbaumblättern ernährt wurden. Nachdem der Küchengarten in Linden die Versorgung des Hofes übernommen hatte, wurde der Berggarten ein rein botanischer Garten. Im Jahre 1849 wurde das Palmenhaus fertiggestellt, welches ebenso wie das Gartenmeisterwohnhaus und das Mausoleum von Georg Ludwig Laves entworfen wurde.

Blick von den Schauhäusern auf das Bibliotheksgebäude Copyright Dieter Bohlen
Blick von den Schauhäusern auf das Bibliotheksgebäude Copyright Dieter Bohlen

Das Mausoleum befindet sich auch heute noch im Besitz der Welfen und ist für die Öffentlichkeit nicht zugängig.

Das Mausoleum im Berggarten
Das Mausoleum im Berggarten

Im Zuge der Expo 2000 in der Leibniz-Stadt Hannover wurde das Regenwaldhaus an der Stelle des Palmenhauses errichtet. Aufgrund der hohen Betriebskosten wurde es geschlossen und nach einem Umbau beherbergt es heute das Sealife Aquarium.

Eingangsbereich Sealife Aquarium am Berggarten
Eingangsbereich Sealife Aquarium am Berggarten
 

Beliebt ist der Berggarten nicht nur bei Orchideenliebhabern, sondern er wird auch häufig von den Studenten der Biologie, des Gartenbaus und der Landschaftspflege besucht, die hier ein weit gefächertes Spektrum an heimischen und exotischen Pflanzen finden. Im Berggarten lassen sich schöne Bestimmungsübungen der einzelnen Pflanzen durchführen.

Impression aus dem Tropenhaus Copyright Dieter Bohlen
Impression aus dem Tropenhaus Copyright Dieter Bohlen
 

Ein absolutes botanisches Highlight ist aus meiner Sicht die 1880 angepflanzte Süntelbuche, eine botanische Varietät der Rotbuche aus dem Süntel im Weserbergland.

Weg unter der Süntelbuche  Copyright Dieter Bohlen
Weg unter der Süntelbuche  Copyright Dieter Bohlen

Auch Fotografen finden hier die Möglichkeit, auf überschaubarem Gelände thematisch strukturiert ihrer Leidenschaft der Natur- und Makrofotografie nachzugehen.

Impression aus der Orchideensammlung Copyright Dieter Bohlen
Impression aus der Orchideensammlung Copyright Dieter Bohlen

Durch die Errichtung des Aquariums ist ein weiteres Highlight hinzugekommen, um gerade mit Kindern die Fauna der Ozeane oder heimischer Gewässer aus nächster Nähe zu betrachten. Die Schauhäuser und Themengärten sind klar strukturiert und bieten für alle, die sie besuchen, interessante Einblicke. Zu guter Letzt bietet der Berggarten der Herrenhäuser Gärten einen wunderschönen Einblick in die Pflanzenwelt und ist ein wunderschöner Kontrast zum Großen Garten.


 


Artikel "Berggarten" (Artikel-ID: 362) wurde geschrieben am 25.6.2014, zuletzt geändert am 9.7.2014, Autor: Dieter Bohlen