Autobahnen + Schnellwege

Die Leibniz-Stadt Hannover wird das Drehkreuz des Nordens genannt. In Hannover kreuzen sich die Nord-Süd- und die Ost-West-Trassen der Deutschen Bahn und mit der A7 und der A2 auch die Bundesautobahnen. Deshalb ist Hannover ein wichtiger Logistikstandort in der nördlichen Hälfte Deutschlands geworden.

Die Autobahnen rund um Hannover

Die Bundesautobahn A2, auch liebevoll die Warschauer Allee genannt, verbindet die westlichen Industriestandorte des Ruhrgebiets mit Berlin und den östlichen EU-Staaten. Diese viel befahrene Strecke macht uns Hannoveranern viel Sorge, denn fast wöchentlich sind schwere LKW-Unfälle mit Todesfällen zu beklagen. Zwischen Bad Nenndorf und Lehrte gleicht die A2 zeitweise einem Parkplatz. Obwohl die A2 zur EXPO 2000 sechstreifig ausgebaut wurde, ist sie nicht in der Lage, den Verkehr aufzunehmen. Die A2 ist übrigens mit fast 500 Kilometern Länge die mit Abstand längste durchgehend sechstreifige Autobahn Europas. Innerstädtisch quert die A2 die Stadtteile Marienwerder, Stöcken, Nordhafen, Vinnhorst, Brinker Hafen, Vahrenheide, Sahlkamp, Bothfeld, Lahe, Misburg-Nord und Misburg-Süd.

Die Bundesautobahn A7 ist mit fast 1.000 Kilometern die längste deutsche Autobahn und sogar die längste nationale Autobahn Europas. Sie führt im Osten an Hannover vorbei und streift dabei die Stadtteile Lahe, Misburg-Nord, Misburg-Süd, Anderten und Wülferode. Sie verbindet quasi Dänemark und Österreich. Auf der A7 gelangt der Hannoveraner nach etwa 45 Fahrminuten in eines seiner liebsten Naherholungsgebiete, dem Harz. Im Sommer zum Wandern, im Winter zum Rodeln und Ski fahren.

Die Bundesautobahn A37 ist eine Stadtautobahn, geplant und gebaut als Zubringer zum Messegelände. Übrigens das größte der Welt. Innerstädtisch wird die A37 als Messeschnellweg bezeichnet. Dort ist sie die Bundesstraße B3 und B6. Da soll einer durchblicken. Aber egal, der Messeschnellweg ist der schnellste Weg aus der City zur A7 und verkraftet den Messeverkehr leicht. Die A37 führt durch die Stadtteile Lahe, Misburg-Nord, Groß Buchholz, Zoo, Bult, Waldheim, Seelhorst und Mittelfeld bevor sie an Bemerode und Wülferode vorbei auf die A7 mündet.

Hannovers Schnellweg-System ist genial

Die schnelle Umgehung der Innenstadt bzw. des Stadtgebietes im Norden übernimmt, sofern sie nicht verstopft ist, die A2. Im Osten erledigt diese Aufgabe die A7, unterstützt durch die A37 bzw. den Messeschnellweg, der mitten durch das Stadtgebiet führt. Im Westen Hannovers erledigt die schnelle Querung der Westschnellweg (B6) und im Süden der Südschnellweg (B65) – wie die Namen schon andeuten. Durch dieses System aus Autobahnen und Schnellwegen gelangt man von jedem Punkt Hannovers zu einem anderen in maximal 30 Minuten, es sei denn, der Berufsverkehr macht einem einen Strich durch die Rechnung.

Fazit: Gestützt durch Autobahnen, Schnellwegen, einigen Hauptausfallstraßen, dem S-Bahn-System und vor allem dem vorbildlichem, hochmodernen Öffentlichen Nahverkehr ist die Leibniz-Stadt Hannover geradezu perfekt erschlossen. Das hat letztlich den Zuschlag als Ausrichter der EXPO 2000 ausgemacht, denn keine andere Stadt Deutschlands kann so viel zusätzlichen Verkehr aufnehmen wie Hannover. Dieser Zustand ist letztlich darauf zurück zu führen, dass Hannover die Messestadt Nr. 1 auf der Welt ist.

 


Die Karte zeigt die Autobahnen + Schnellwege der Leibniz-Stadt Hannover.
Die Karte zeigt die Autobahnen + Schnellwege der Leibniz-Stadt Hannover.


Artikel "Autobahnen + Schnellwege" (Artikel-ID: 272) wurde geschrieben am 12.6.2014, zuletzt geändert am 9.7.2014, Autor: Andreas Stein