Südschnellweg

Der wilde Ritt über den Südschnellweg (siehe Video) beginnt an der Bundesautobahn A7 in Anderten und führt zunächst durch diesen östlichen Stadtteil bis der Mittellandkanal gequert wird. Der Südschnellweg ist ein Teil der Bundesstraße B65. Bei der Querung des Mittellandkanals sieht man die Anderter Schleuse, ein beeindruckendes Bauwerk. Es ist sehr interessant diese Schleuse im Betrieb zu beobachten.


Grün soweit das Auge reicht. Der Südschnellweg erstreckt sich von der A7 in Anderten bis zum Landwehrkreisel in Ricklingen. Dort schließen sich der Westschnellweg und die Bundesstraßen B3 und B6 an. Zwischendrin wird der Messeschnellweg gekreuzt.

Vorbei an Grünflächen, großen unbebauten Flurstücken und am Kleingärtnerverein an der Oh e.V. führt die Fahrt weiter bis zur Überführung der Brabeckstraße. Recht liegt der Anderter Friedhof, etwas später links der Stadtfriedhof Kirchrode. Wie man unschwer erkennt haben wir Anderten verlassen und durchfahren Kirchrode, einen sehr schönen und teuren Stadtteil der Leibniz-Stadt Hannover. Links des Südschnellweges erkennt man in der Ferne das hohe Gebäude der Verlagsgesellschaft Madsack, einer der größten Zeitungsverlage Deutschlands. Kurz darauf kommen wir zum „Seelhorster Kreuz“, die Kreuzung mit dem Messeschnellweg.

Mittlerweile haben wir Kirchrode durchquert, Bemerode gestreift und befinden uns in Seelhorst. Nach kurzer Fahrt durch den Stadtteil kommen wir nach Döhren, einem wunderschönen, alten Stadtteil Hannovers. Dort überqueren wir die Hildesheimer Straße, die Hauptausfallstraße Richtung Süden über eine Brücke. Diese Brücke stammt aus den 50ger Jahren und wurde im Rahmen des Schnellwegkonzeptes von Rudolf Hillebrecht geplant und gebaut. Hillebrecht machte Hannover damals zur Autofahrer freundlichsten Stadt Deutschlands und konzipierte auch den Messeschnellweg und den Westschnellweg. Der Arbeitstitel lautete damals „Stadt 2000“ – was sich letztlich mit der EXPO 2000 irgendwie bewahrheitete.

Die Brücke über die Hildesheimer Straße ist heute recht baufällig und nur noch einspurig zu befahren. Ein bejammernswerter Zustand, erzeugt durch die jahrelangen Verfehlungen in der Verkehrsplanung und –Instandsetzung. Der gemeine Hannoveraner zeigt dafür nur mäßig Verständnis.

Nun wird die Fahrt naß! Mitten durch einen kleinen See, die Leine überquerend in Sichtweite zum Paddel-Klub Hannover im Döhrener Maschpark, gelangen wir zum Sieben-Meter-Teich, dem Freibadeplatz Ricklinger Masch und erreichen nahtlos eine große Wasserfläche, bestehend aus dem Seniebach und dem Ricklinger Teich. Die Leibniz-Stadt Hannover ist geprägt durch viele Wasserflächen, Seen, Teiche, Flüsse und Kanäle.

Wir verlassen Döhren und fahren in Ricklingen ein, vorbei am Michaelisfriedhof, dem Turn- und Sportverein Ricklingen von 1896 e.V. und dem SV 1908 Ricklingen und erreichen das Ende des Südschnellweges am Landwehrkreisel. Mit wenigen Ausnahmen sind wir die ganze Zeit durch die Natur gefahren, alles grün, alles blau. Hannover ist die grünste Stadt Europas, so sagt man.


Im Süden von Hannover führt der Südschnellweg von Anderten im Osten nach Ricklingen im Süd-Westen und endet am Landwehrkreisel – und zurück natürlich.
Im Süden von Hannover führt der Südschnellweg von Anderten im Osten nach Ricklingen im Süd-Westen und endet am Landwehrkreisel – und zurück natürlich.


Artikel "Südschnellweg" (Artikel-ID: 350) wurde geschrieben am 17.6.2014, zuletzt geändert am 10.7.2014, Autor: Andreas Stein